Spanische Windtorte


Klingt exotisch, bedeutet jedoch nichts anderes als Baiser- oder Meringen-Torte.

In Österreich nennt man Baisers "Spanisches Windgebäck". 

Diese ebenso üppige wie prächtige Torte macht viel her. Sie ist immer ein imposanter Mittelpunkt auf einer festlichen Tafel und man kann sie fabelhaft vorbereiten. Man kann die Baisers dafür schon Tage vorher backen. Sie bleiben in einem trockenen Raum bestens frisch. In einer dicht schliessenden Blechdose auch noch länger. Absolut schädlich ist dafür natürlich jede Feuchtigkeit. Deshalb darf die Torte erst unmittelbar vor dem Servieren gefüllt werden.

Zutaten: 
7 Eiweisse
500 g Zucker
1 Prise Salz
1/2 l Sahne
1 kg säuerliche Früchte (z.B. rote und schwarze Johannisbeeren, Orangen, rosa Grapefruit)


Zubereitung:
Die Eiweisse in einer grossen Schüssel oder in der Küchenmaschine steif schlagen. Zunächst etwa die Hälfte des Zuckers und die Salzprise langsam, aber stetig hinzurieseln lassen. Sobald der Schnee eine schöne Konsistenz bekommen hat, den Zucker nur noch löffelweise hinzufügen. So lange schlagen, bis der Zucker nicht mehr knirscht und der Schnee wie Seide glänzt.

Wichtig für das Gelingen des Eischnees ist, die Küchenmaschine auf langsamer Stufe laufen zu lassen, dem Schnee Zeit zu geben, sich zu festigen, stabil zu werden.

Erst gegen Ende, nach mindestens 10 - 15 Minuten - ruhig bis zu einer halben Stunde! - die Geschwindigkeit für die letzte Minute erhöhen: Das macht den Schnee noch dichter
und gibt ihm Stabilität.

3 Backbleche mit Backpapier belegen.

Mit einem Spritzbeutel (Rundtülle) einen tortenformgrossen Boden aufspritzen, auf die
anderen beiden 2-3 Ringe mit demselben Durchmesser. Aus dem Rest Verzierungen formen, Kringel, Rosetten, Sterne, und in die Zwischenräume setzen.

Die Baisers im auf 120 Grad Celsius vorgeheizten Rohr (Heissluft) 10 Minuten vorbacken, dann auf 60 Grad Celsius herunterschalten und 4-5 Stunden trocknen.

Zum Servieren den Boden auf eine mit Tortenspitze ausgelegte Platte betten, die Ringe als Rand aufsetzen.

Die Sahne steif schlagen, nicht zuckern, die Baisers sind süss genug!

Mit den Früchten mischen, in die Mitte füllen und mit Baisers dekorieren.

 

Jetzt nicht mehr stehen lassen, sondern sofort geniessen. Zum Servieren werden die Baisers zerhackt und mit der Füllung vermischt.

Tipp:

Diese Torte lässt sich nicht zierlich in Stücke schneiden.
Man zerkleinert sie vielmehr mit Messer und Gabel und vermischt dabei Baiserstücke mit Früchtesahne möglichst gerecht. Das sieht nicht sehr adrett aus, dient aber dem Geschmack!

 

Hinweis:

Die 7 Eigelbe, die bei dieser Torte übrig bleiben, kann man für einen Bretonischen Butterkuchen verwenden.

 

Rezept: Martina Meuth & Bernd-Neuner-Duttenhofer

Quelle: Kochen mit Martina & Moritz "Backen zu Ostern" vom 17.3.2006

 

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